Was ist Stevia


Was ist Stevia eigentlich für eine Pflanze? Sie ist klein, sie blüht unauffällig, sie wächst nicht einmal in Europa und dennoch beschäftigt sie seit Jahren gesundheitsbewusste Menschen in Europa und den USA . Sie war sogar Auslöser für Rechtsstreitigkeiten und umfangreiche Prüfungsverfahren. In den letzten 100 Jahren wurde wohl keine an sich legale Pflanze so intensiv diskutiert, wie sie. Die Rede ist von Stevia, einer Pflanze mit einer auffälligen Süße.

 

Verbreitung  und Anbau

Stevia ist eine Staude, die tropische oder subtropische Lebensbedingungen braucht. Besonders gut wächst sie in Regionen, in denen sumpfige Böden vorherrschen. In ihrem Ursprungsland wird sie natürlich nicht nur von Menschen geschätzt, sondern auch von Tieren. Vor allem Rinder mögen das süße Kraut sehr. Das hat dazu geführt, dass wilde Stevia in Weidegebieten kaum noch anzutreffen ist, weil sie regelrecht abgegrast wurde. Da Südamerika ein wichtiger Lieferant für Stevia ist, wird die Pflanze deshalb mittlerweile vor allem in Gewächshäusern gezogen. Erst wenn sie eine gewisse Höhe erreicht hat, erfolgt das Aussetzen in speziellen Anbaugebieten, wo sie intensiv gepflegt und vor Tieren geschützt sind. Doch obwohl Stevia im südlichen Amerika  beheimatet ist, gelingt es nicht immer, sie mehrjährig zu halten. Stevia ist empfindlich. Frost verträgt sie z.B. gar nicht. Direkte Sonneneinstrahlung schadet ihr ebenfalls.  Gelingt die frostfreie Pflege, hat Stevia eine Lebenserwartung von gut 6 Jahren und kann in dieser Zeit mehrfach beerntet werden. Da Stevia heute eine wichtige Nutzpflanze ist, wird sie mittlerweile weltweit in Treibhäusern angepflanzt und später draußen angepflanzt, wenn sie robust genug ist. Den Anfang machten die asiatischen Länder. Sie erkannten den Wert der Pflanze sehr früh. Wer im asiatischen Raum unterwegs ist und einen Blick auf Süßspeisen oder süße Getränke wirft, bekommt sehr oft Stevia. Das stimmt nachdenklich, denn gerade in vielen dieser Länder werden die Menschen besonders alt und sind oft bis in ihr hohes Alter gesund. Das muss nicht allein an Stevia liegen, sich aber an einer gesunden Einstellung zum richtigen Essen.

 

Entdeckung

Bei den Ureinwohnern, den Guarani-Indianern Paraguays, ist Stevia schon sehr lange bekannt. Sie schätzen den süßen Geschmack der Pflanze und nutzen die Blätter für ihren Tee. Erst im 16. Jahrhundert wurde das 1. Mal in Europa von der süßen Pflanze berichtet. Es waren die spanischen Eroberer, die ihre Erfahrungen mit in die Heimat gebracht hatten. Trotzdem gelangte keine der auch als Süßkraut bekannten Pflanzen  in dieser Zeit nach Europa. Erst um 1900 wurde zum ersten Mal Süßstoff aus Stevia extrahiert. Die Pflanze enthält das so genannte Steviosid. Danach konzentrierten sich gleich mehrere Forscher auf die ungewöhnliche Pflanze, die den Wissenschaftlern so manches Rätsel aufgab. Einerseits waren sie an dem Grund für die starke Süße interessiert, andererseits wollten sie herausfinden, ob sie möglicherweise einen wichtigen Ersatz für den Zucker gefunden hatten.

 

Inhaltsstoffe

Das Geheimnis um den süßen Geschmack der Stevia ist heute längst gelüftet. Es sind Glykoside, die die Pflanze so süß schmecken lassen. Das sind Stoffe, die überhaupt erst 1931 entdeckt wurden. Die Konzentration der Glykoside in der süßen Pflanze nimmt zu, wenn die Blätter getrocknet werden. Da machte sie noch einmal interessanter für eine industrielle Nutzung. Wenn die Blätter frisch sind, sind sie dennoch schon süß genug, um mit nur einem Blatt einen großen Tee zu süßen. Doch die Pflanze enthält noch viel mehr Stoffe, die für gesundheitsbewusste Menschen interessant sein können. Mehr als 100 sind es insgesamt. Dazu gehören vor allem verschiedene Flavonoide, die den sekundären Pflanzenstoffen zugeordnet werden. Sie gelten nicht nur als sehr gesund, sondern wichtig für die menschliche Ernährung, vor allem bei der Krankheitsvorsorge und prinzipiell bei einem gesunden Lebenswandel.

 

Stevia aktuell

In Europa hat Stevia den Markt im Sturm erobert. Auch in der Zeit, als sie noch nicht als Lebensmittel zugelassen war, konnte sie als Zusatz für Kosmetik erworben werden. Der natürliche Süßstoff wird heute  im Handel als Pulver und als Stevia flüssig angeboten. Dabei ist Stevia auch für die Süßigkeitenindustrie interessant. Schon bevor sie im Dezember 2011 auf dem deutschen Markt zugelassen wurde, sicherten sich die verschiedenen Marktführer der Milchindustrie und der Getränkehersteller die jeweiligen Patente. Man ahnte schon früh, dass der kritische deutsche Verbraucher positiv auf den gesunden Süßstoff reagieren würde. Als die Zulassung für die Stevia Produkte erfolgte, hatten die verschiedenen Betriebe längst ihre Stevia Rezepte fertig in der Schublade liegen. Kein Wunder also, dass sie gleich mit der ersten Produktion für Testzwecke auf den Weg brachten.

 

Stevia in der Medizin

Stevia ist auch in der Medizin von Bedeutung und zwar damals, wie heute. Die Guarani-Indianer wussten vor allem eines: Stevia ist nicht ungesund. Auch wenn sie nicht, wie es später in den Industrienationen durchgeführt wurde, unzählige Untersuchungsergebnisse vorweisen konnten, so war ihnen doch anhand der Beobachtung über die Jahrhunderte klar, dass von Stevia keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht. Geirrt haben sie sich vermutlich in der Annahme, dass Stevia einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Hier konnte bis heute kein Nachweis erbracht werden, dass die Pflanze selbst bei massiver Überdosierung einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Noch bevor sich Stevia in den westlichen Ländern als Süßstoff durchsetzen konnte, wurden die grünen Blätter genutzt, sicher auch verstärkt durch die besseren Reisemöglichkeiten. Globetrotter und Weltenbummler lernten das Kraut kennen und brachten es in die ganze Welt, noch lange bevor es in Instituten gründlich geprüft werden konnte.  Im freien Handel gab es Stevia deshalb noch lange nicht, außer als Pflanze in den Gartenbaumärkten. Einerseits wollte niemand die Verantwortung dafür übernehmen, falls sich die Guarani-Indianer nicht vielleicht doch geirrt hatten oder falls sich andere Kulturkreise als deutlich empfindlicher herausstellen sollten. Auch die Befürchtung bestand. Schließlich sind viele Urvölker robuster als Menschen, die sich vor allem von Fast Food ernähren. Durchgeführt wurden die Prüfungsverfahren, als sich die Industrie begann, sich dafür zu interessieren. Vor allem Joghurt-. Süßigkeiten-, und große Limonadenfabrikanten gerieten nämlich zunehmend in die Kritik, weil ihre Produkte einen erheblichen Zuckeranteil aufwiesen. Ihnen schrieb man zu, dass die Menschen immer dicker wurden, weil sie nichts von den versteckten Zuckern wusste. Ganze Generationen wurden auf den süßen Geschmack geprägt. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Stevia gründlich geprüft und im Dezember 2011 auch endlich als Lebensmittel zugelassen wurde. Die Pflanze soll aber auch äußerlich wirken. Bislang gibt es aber keine vorbereiteten Präparate. Wer kleine Wunden äußerlich mit den gesunden Inhalten behandeln will, muss allerdings keimfrei arbeiten können.  Das gilt nicht, wenn Stevia bei der Behandlung empfindlicher Hautstellen zum Einsatz kommen soll. Sie kann z.B. im Rahmen einer naturheilkundlichen Behandlung anderen Substanzen beigefügt sind. Damit können Hautirritationen behandelt werden. Außerdem hat eine solche Paste, z.B. in Verbindung mit Heilerde, eine gute Wirkung auf das Hautbild. Die Paste sollte etwas dicker aufgetragen werden und dann antrocknen, bevor sie mit lauwarmem Wasser abgewaschen wird. Süßkraut kann auch dem Shampoo beigemischt werden und wirkt dann beruhigend auf die Kopfhaut. Neben der Tatsache, dass Steviosid nicht gesundheitsgefährdend ist, fanden Forscher aber noch mehr heraus. Gezielt machte man sich auf die Suche nach der gesundheitsfördernden Wirkung und wurde tatsächlich fündig. So konnte festgestellt werden, dass das süße Kraut den Blutdruck senkt, wenn es regelmäßig konsumiert wird. Grund ist die gefäßerweiternde Wirkung. Stevia wirkt außerdem ausgleichend auf eine schlechte Verdauung und setzt sich damit deutlich von anderen natürlichen und künstlichen Süßstoffen ab. Steviosid hat außerdem eine antibakterielle Wirkung. Sie ist kein Ersatz für Medikamente,  wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, kann aber unterstützend helfen. Zum  Beispiel im Mundraum. Ein deutlich positiver Einfluss konnte auf die Zähne und das Zahnfleisch nachgewiesen werden.  Das süße Kraut bietet den Bakterien keinen Nährboden und neutralisiert die Säure im Mund. Kein Wunder also, dass namhafte Kaugummihersteller aufhorchten. Schließlich sind sie um ein gesundes Image besonders bemüht. Zahnpflegekaugummis werden sogar von Ärzten empfohlen, sind wegen des künstlichen Geschmacks aber nicht bei allen Kunden gleichermaßen beliebt. Mit Stevia erhofft man sich hier eine verbesserte Marktposition und natürlich die Möglichkeit, Werbung mit einem tatsächlich gesunden Produkt machen zu können. Das süße Kraut beruhigt den Magen. Während viele künstliche Süßstoffe einen empfindlichen Magen belasten, ist das bei Stevia ganz anders. Sogar von einer Wirkung gegen Sodbrennen wird berichtet. Nebenbei hilft es auch den Nieren und hat damit durchweg positive Wirkungen auf den Stoffwechsel. Das umfangreiche Prüfungsverfahren befasste sich aber natürlich auch mit der Wirkung von Stevia auf den Blutzucker. Zucker hebt den Blutzucker an. Wer müde ist, greift deshalb gern zu Zucker. Dabei ist bei Nichtdiabetikern der Konsum von Kohlenhydraten in dem Moment sinnvoller, denn der Zucker wird durch die Insulinausschüttung gleich wieder abgebaut und landet als zusätzliche Kalorien in den Zellen. Bei Diabetikern ist dieser Prozess gestört. Sie müssen (Typ1) entweder Insulin bedarfsgerecht zuführen, weil sie gar kein Insulin mehr bilden können oder sie dürfen nur so viel essen, wie ihre reduzierte Insulinproduktion auffangen kann (Typ 2). Bei den umfangreichen Tests konnte festgestellt werden, dass der glykämische Index für das Steviosid bei Null liegt. Das bedeutet, dass es den Blutzucker nicht anhebt, bzw. gar nicht anheben kann, denn der süße Inhaltsstoff kann nicht verstoffwechselt werden.

 

Stevia und Allergien

Es ist längst kein Geheimnis mehr. Wer viel Zucker konsumiert, schürt das Risiko, dass bereits bestehende Allergien noch schlimmer werden. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von allergischer Reaktion es sich handelt. Grund ist, dass das Immunsystem von einem gesunden Darm abhängig ist und Zucker dem Darm schadet, wenn er regelmäßig gegessen wird. Das führt im Ergebnis dazu, dass Allergiker ihren Süßigkeitenkonsum deutlich einschränken müssen. Mit der Stevia Zulassung wagen sich die ersten Betroffenen wieder an süße Speisen. Sie ersetzen den Zucker z.B. durch Stevia Pulver. Ersten Beobachtungen zufolge kann sich die Verbesserung einer bestehenden Neurodermitis sehr schnell einstellen. Was ist Stevia, ist daher eine wichtige Frage für Allergiker, die ihre Symptome sonst nur mit Medikamenten verbessern können. Patienten, die unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, sollten dennoch grundsätzlich vorsichtig sein. Ihr Immunsystem ist .U. geschädigt und deshalb ist Vorsicht angesagt. Für den Anfang genügt etwas Stevia Pulver in den Tee oder in eine selbst gekochte Süßspeise, um die Verträglichkeit zu testen. Seit Stevia in Deutschland erhältlich ist, entdecken kritische und gesundheitsbewusste Menschen immer mehr Produkte mit Stevia, die ihnen zu einem gesünderen Leben verhelfen können.

 

Diabetes und der gesunde Zuckerersatz

Was bedeutet das aber für die Diabetiker? Nutzen und Schaden können hier sehr nahe beieinander liegen. Wer auf keinen Fall den Blutzucker anheben will und trotzdem Hunger auf Süßigkeiten hat, hat in Stevia die perfekte Antwort auf alle Fragen. Ist der Blutzucker jedoch abgesackt und muss dringend angehoben werden, ist das Süßkraut keine Hilfe. Auf der anderen Seite kennen alle Diabetiker die Situation, dass ein erhöhter Blutzucker nur langsam wieder sinkt. Wer nun Hunger hat, muss warten oder etwas essen, was keinen Einfluss auf den Blutzucker hat. Hier Steviosid wieder perfekt. Seit es sogar Süßigkeiten gibt, die eben Süßkraut enthalten, eröffnen sich für Diabetiker völlig neue Möglichkeiten. Das gilt ganz besonders für Kinder mit Diabetes. Vorher empfiehlt sich jedoch der Blick auf die Verpackung. Hochwertige Stevia Schokolade enthält zwar erheblich weniger Kalorien als gewöhnliche Schokolade. Doch ist Kakaopulver nicht völlig kalorienfrei. Es könnte auch sein, dass Hersteller trotzdem etwas Zucker beimischen. Das ist dann auf der Verpackung angegeben. Im Ergebnis befassen sich heute vor allem Ernährungs- und Diabetesberater mit Stevia, denn was süß schmeckt und keine Kalorien hat, ist auch für die Ernährung bedeutsam. Viele neue Artikel sind mittlerweile auf dem Markt erhältlich und hier besteht auch nicht die Gefahr der Überdosierung. Wer selbst mit Steviosid süßt, z.B. mit Stevia Zuckerersatz, muss höllisch aufpassen. Geringe Mengen genügen und schon hat der Kuchen oder der Pudding die Süße von Zucker. Wird Stevia flüssig oder in Pulverform überdosiert, schmeckt das Endprodukt bitter. Die meisten Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen, haben bereits Erfahrung mit Zuckeraustauschstoffen und wissen, dass sie für Verdauungsprobleme sorgen können. Das ist bei dem Süßkraut nicht der Fall.  Wer nun abnehmen möchte und gern Kuchen und Süßigkeiten isst, hat tatsächlich den Stein der Weisen gefunden. Die Stevia Produkte erlauben es, zu backen.  Kuchen mit Stevia sollte allerdings nicht mit zu hoher Temperatur gebacken werden, da der süße Stoff sonst zerfällt Bis 200°C verträgt Stevia jedoch gut. Es ist also möglich mit Stevia statt Zucker und Vollkorn- statt Auszugsmehl, preiswert und so gesund zu backen, dass gegen ein Extra Stück Kuchen gar nichts einzuwenden ist.

 

Stevia in der gesunden Ernährung

Stevia könnte die Lösung für ein gesünderes Leben sein. Seit Jahren warnen Ernährungsexperten und Ärzte davor, dass die Menschen im dicker werden. Versteckte Fette und verstecke Zucker tragen deutlich dazu bei, dass Adipositas zu einem ernsten Thema bei der Erhaltung der Volksgesundheit wird. Bislang fehlte es aber an Alternativen. Stevia ist absolut unbedenklich, ein Süßstoff aus der Natur, der mittlerweile auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Kinder dürfen bedenkenlos zugreifen. Der Vorteil besteht gerade für sie darin, dass das süße Kraut keinen Suchtcharakter hat. Das Gegenteil ist der Fall. Der Steviaeinsatz kann zu einem normalen Umgang mit süßen Speisen erziehen. Das liegt an der natürlichen Sättigung. Während Zucker oft zu einer gewissen Gier führt, macht das Süßkraut einfach satt. Eltern können das leicht ausprobieren, wenn sie z.B. selbst hergestellte Fruchtsäfte mit Stevia Tabs nachsüßen, weil die sonst zu bitter wären. Kuchen mit Stevia schmeckt auch beim Kindergeburtstag.

 

Gegen Stress und Verdauungsprobleme

Nicht jede Wirkung von Stevia kann bis ins Detail geprüft und dann auch bewiesen werden. Trotzdem scheint Stevia auch gegen Stress zu helfen und immer mehr Menschen interessieren sich für eine solche Anwendung. Stevia soll Kraft zurückbringen und Müdigkeit beseitigen. Eine solcheWirkung ist tatsächlich zu erwarten, wenn die Betroffenen bislang mit Zucker oder fetten Speisen gegen ihre Erschöpfung aktiv geworden sind, dann wird Stevia die Situation mit Sicherheit verbessern. Wer viel Zucker konsumiert, ist auch anfällig für Darmprobleme. Dann drohen auch Pilzerkrankungen, die ebenfalls den Stoffwechsel belasten. Wer nun sein Essverhalten ändert, z.B. Schokolade mit Stevia isst, statt mit Zucker, der wird eine deutliche Verbesserung seiner Verfassung beobachten können. Das bedeutet zwar, dass Steviosid Zuckerersatz ist und zwar von hohem Wert, aber dennoch sollte es nicht übertrieben werden, denn immer wenn eine Ernährung übermäßig auf einen einzigen Nährstoff konzentriert wird, drohen gesundheitliche Nachteile.  Was ist Stevia, dass sie eine so umfassende Wirkung entfalten kann, das fragen sich immer mehr Menschen. Die Frage ist einfach zu beantworten. Pflanzen haben eine pharmakologische Wirkung. Sie bewirken immer etwas im Körper. Manchmal ist es gut, manchmal nicht. Heute kennt sich aber kaum noch jemand wirklich mit diesen Wirkungsspektren aus. Das süße Kraut interessiert die Menschen vor allem deshalb, weil es süß schmeckt. Süß ist für fast alle Säugetiere anziehend, denn es bedeutet Energie. Das ist allerdings bei Stevia nicht der Fall, weil sie eben keine Kalorien beinhaltet. Was ist Stevia also für die Menschen heute? Die Frage ist leicht zu beantworten. Die richtige Zeit für die grüne Staude ist gekommen. Im Westen sind die Nahrungsmittel billig. So billig, dass viel weggeworfen wird. Außerdem ernähren sich immer mehr Menschen von Fertiggerichten und Süßigkeiten. Die Ernährung ist dadurch enorm einseitig und das führt selbst bei gesunden Speisen auf Dauer zu Problemen.  Solche Lebensmittel erziehen wieder zu einem gesunden Leben.

 

Die Kritik

Das süße Kraut ist kein Zucker. Die Pflanze schmeckt zwar sehr süß, aber nicht wie Zucker, der ein großes geschmackliches Volumen entwickeln kann. Das kann und darf aber nicht der Grund sein, sich gegen das Süßkraut auszusprechen. Es ist auch nicht sinnvoll, die Pflanze als neumodischen Kram abzutun, nachdem geklärt werden konnte, dass sie seit Jahrhunderten bei den Urvölkern für ein gesundes Leben sorgt. Die Pflanze wird sicher noch einige Zeit benötigen, bis sie sich auf dem westlichen Markt auch gegen die durchsetzen konnte, die sich noch vehement gegen die Alternative zum Zucker wehren. Sie führen unter anderem an, dass Steviosid nach Lakritz schmeckt, dass die Stevia Dosierung eine echte Herausforderung ist und dass sie für einen sorglosen Umgang mit Süßspeisen sorgt. Stevia kann tatsächlich einen leichten Lakritzgeschmack haben. Das hängt aber von der Zubereitung ab. Es ist daher sinnvoll, sich an die erfahrenen Hersteller der Zusätze zu wenden. Wer mit dem ersten Versuch nicht zufrieden ist, sollte sich davon nicht entmutigen lassen. Bewährte Hersteller liefern gleichbleibende Qualität und dann fällt auch die Dosierung leichter. Ein sorgloser Umgang mit dem süßen Stoff ist sicher nicht zu rechnen. Bei einer Überdosierung schmeckt er tatsächlich so süß, dass er ungenießbar wird. Auch das ist ein Grund, warum Kunden bei ihrem Lieferanten bleiben sollten, wenn sie mit dem Produkt zufrieden sind. So können sie verhindern, sich ständig mit neuen Dosierungsanleitungen befassen zu müssen.

 

Was bringt die Zukunft?

Wo liegt der Nutzen für eine Pflanze, wenn es doch schon so viel Zuckerersatz gibt? Das fragen sich viele Verbraucher und verkennen dabei, wie sehr sie im Alltag der Lebensmittelindustrie ausgeliefert sind. Während früher jeder selbst seine Speisen zubereitet hat, gehören heute vorbereitete Nahrungsmittel zum Alltag. Dabei ist das Gefühl für die gesunde Ernährung verlorengegangen.  Süßkraut ist ein Stück weit ein Schritt zurück und zwar in die richtige Richtung. Wer heute Stevia kaufen möchte, bekommt den „Stevia Zucker“ problemlos im Internet. Es ist aber wichtig, darauf zu achten, ob es sich um einen Reinstoff handelt oder ob andere Süßstoffe oder auch Zucker beigemischt wurden. Das muss kein Nachteil sein. Backen mit dem Steviosid geht nämlich einfacher, wenn etwas Zucker enthalten ist. Zucker gibt dem Kuchen Volumen und lässt ihn locker werden. Es ist nur wichtig, Bescheid zu wissen. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass in vielen Nahrungsmitteln, die mit Absicht vom Hersteller nachgesüsst wurden, das süße Kraut zumindest anteilig den Zucker ersetzt. Derzeit hofft die Industrie, dass die Kunden die neuen Produkte auch annehmen.

 

Können Gegner in Zukunft der gesunden Süße ausweichen?

Vermutlich wird das nicht möglich sein. Dazu müsste der Rechtsweg beschritten werden. Stevia befindet sich unter der Bezeichnung D 960 als Zusatz mittlerweile in vielen Speisen. Da von ihm keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht, im Gegenteil nur Nutzen zu erwarten ist, müssen sich mögliche Gegner fügen. Dennoch entscheidet hier auch die Masse der Verbraucher. Die großen Limonaden- und Joghurthersteller werden sich hüten, ihren Umsatz zu gefährden, wenn der Verbraucher die Produkte nicht will. zZ. beobachtet man dort allerdings eine gegenteilige Tendenz, nämlich ein großes Interesse.

 

Wann ist mit der Markteinführung zu rechnen?

Stevia gibt es bereits auf dem deutschen Markt. Der Einzelhandel verhält sich allerdings zögerlich. Bislang kaufen anspruchsvolle Kunden deshalb im Internet. Große Industriezweige werden ihre bewährten Produkte auch nicht vom Markt nehmen, sondern zusätzliche Lebensmittel aus ihren Reihen anbieten, auf denen dann vermerkt ist, dass das süße Kraut statt Zucker gefügt wurde. Marktanalysen werden dann zeigen, ob die neuen Produkte angenommen werden und ob sie die bestehenden Lebensmittel vielleicht auf Dauer ersetzen können.